300 Jahre Bocksbeutel im Bürgerspital Würzburg
Der BOCKSBEUTEL: ein außergewöhnliches Markenzeichen!
In jeder spannenden Story tauchen Kriminelle auf, denen das Handwerk gelegt und der Weg frei für´s Happy End wird. So ähnlich war es wohl im Jahre 1726. Die Kriminellen – die Wirte, das Objekt der Begierde – der Steinwein und das Ende – ein Markenzeichen, das heute noch seines Gleichen sucht.
Im Jahre 1726 wurde vom Würzburger Stadtrat niedergeschrieben: „Weil durch böswillige Machenschaften die Wirte in Stadt und Land leichte und weniger gute Weine unter die edelsten Weine, insbesondere den Steinwein mischten, entstand seit längerer Zeit Schaden im Weinhandel.“
Bocksbeutel mit Schulterwappen
Auf Anordnung des damaligen Fürstbischofs von Würzburg, Christoph Franz von Hutten, ließ der Würzburger Stadtrat im Keller des Bürgerspitals die ersten Steinweine vom Jahrgang 1718 „in gläsernem Geschirr mit 1 Maß Inhalt abfüllen“. Das „Geschirr“ war der Bocksbeutel, der mit dem Stadtsiegel versehen das „treffliche heimische Gewächs wieder in Ehren“ bringen sollte. Fälschungen waren daraufhin ausgeschlossen, der Weinpreis verfünffachte sich. Diese besondere Flaschenform wurde meist mundgeblasen hergestellt. Erst Ende des 19 Jh. gab es in Glashütten erste technische Lösungen für größere Produktion.
Seit dem historischen Moment vor 300 Jahren gilt das Bürgerspital Weingut als die Wiege des Bocksbeutels. Es war die Geburtsstunde eines unverwechselbaren Markenzeichens fränkischen Weins und zugleich ein Qualitätsversprechen, das auch zukünftig im Bürgerspital Bestand haben wird!

Sonderbocksbeutel zum Jubiläeum
Exklusiv zum Jubiläum hat das Weingut einen Sonderbocksbeutel kreiert: Das 300-Jahre-Logo und das Etikett sind in Goldfarben auf dem Glas eingebrannt. Der Inhalt ist ebenso besonders: ein 2025er Silvaner aus der Würzburger Abtsleite, eine VPD.ERSTE LAGE®, vielschichtig, elegant und geprägt von feinen Fruchtaromen. Auch zahlreiche Veranstaltungen und Führungen begleiten das Jubiläumsjahr. Übrigens: Der Name „Bocksbeutel“ stammt mit großer Wahrscheinlich von dem Wort „Bugsbeutel“ ab, einer Art Feldflasche, die am „Buggert“, also am Bauch getragen wurde. Eine weitere Annahme ist die des „Bookesbeutels“, was aus dem Niederdeutschen übersetzt „Gebetsbeutel“ heißt.

