BAYRISCHER STAATSEHRENPREIS
Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten verleiht jährlich vier Weinbaubetrieben einen Staatsehrenpreis für ihre herausragenden Leistungen bei der Fränkischen Weinprämierung.
Diesen besonderen Preis erhält jeweils der Betrieb, der in den vergangenen drei Jahren in seiner Betriebsgrößenklasse die beste Prämierungsquote erzielt hat und somit den höchsten Anteil prämierter Weine an seiner Gesamtproduktion aufweisen kann. Es wird mit dieser Auszeichnung das konsequente Qualitätsstreben über viele Jahre hinweg honoriert, das einen Topbetrieb auszeichnet. Der Preis wird in vier Betriebsgrößenklassen vergeben: bis zu 5 Hektar, 5 bis 15 Hektar, 15 bis 50 Hektar, über 50 Hektar.
BAYERISCHER STAATSEHRENPREIS 2025 KATEGORIE: BIS 5 HEKTAR
WEINGUT MANFRED BRAUN
Am Fuße der bekannten Weinlage Nordheimer Vögelein liegt das Weingut Manfred Braun. Von der Rebfläche her eher klein, von der Qualität aber ganz groß – so lässt sich der Familienbetrieb treffend beschreiben. Vom Anbau über den Ausbau im Keller bis hin zur Vermarktung ist hier alles in einer Hand. Bereits seit Generationen widmet sich die Familie mit großer Leidenschaft dem Weinbau. Heute führen Manfred und Helene zusammen mit Sohn Tobias den Betrieb. Bereits im Weinberg werden die Weichen für die hohe Weinqualität gestellt. Absolutes Qualitätsstreben ohne Wenn und Aber ist hier angesagt. Eine umweltschonende Bewirtschaftung verbunden mit einer konsequenten Ertragssteuerung sowie viel Liebe zum Detail und Fingerspitzengefühl beim Ausbau der Weine sind selbstverständlich. Frische, Spritzigkeit und Bukett, aber auch Länge, Struktur und Langlebigkeit zeichnen die Weine des Weinguts aus. Zahlreiche Erfolge bei Weinwettbewerben im In- und Ausland sind der verdiente Lohn für die Passion der Familie für Perfektion. Durch das andauernde, ehrgeizige und gezielte Streben nach den jeweils besten und typischsten Weinen der Region wird das Weingut in diesem Jahr bereits zum neunten Mal mit dem Bayerischen Staatsehrenpreis ausgezeichnet.
BAYERISCHER STAATSEHRENPREIS 2025 KATEGORIE: 5 BIS 15 HEKTAR
WINZERHOF KIESELSMÜHLE
Ganz idyllisch, am Fuße der Weinberge, liegt der Winzerhof Kieselsmühle in Dettelbach. Werner und Petra Schmitt führen gemeinsam das Familienweingut und werden dabei tatkräftig von der ganzen Familie unterstützt. Petra weiß als gelernte Winzerin genau, worauf es im Weinberg ankommt und Werner gibt den Weinen im Keller den letzten Schliff – wie man das als Kellermeister so macht. Seitdem der Winzerhof 1991 mit der Direktvermarktung begonnen hat, ging es mit der Weiterentwicklung stetig voran. Die Weinbergsfläche nahm im Laufe der Zeit zu, neue Sorten wurden angepflanzt. Die Rebflächen verteilen sich auf die Lagen Dettelbacher Sonnenleite, Dettelbacher Berg-Rondell, Dettelbacher Honigberg und Escherndorfer Lump. Das Rebsortenspektrum ist breit gefächert und reicht von Silvaner über Müller-Thurgau, Riesling, Kerner, Rieslaner, Bacchus, Scheurebe und Traminer bis hin zu Domina und Blauem Zweigelt. Die Weine werden vorrangig direkt ab Hof vermarktet. Der enge Kundenkontakt ist Familie Schmitt sehr wichtig und wird intensiv gepflegt. Im Gewölbekeller mit seinem großen Mühlstein finden viele Verkostungen und Weinproben statt. Für Gäste, die etwas länger in der Region verweilen möchten, gibt es eine gemütliche Ferienwohnung mit Blick ins Grüne.
BAYERISCHER STAATSEHRENPREIS 2025 KATEGORIE: 15 BIS 50 HEKTAR
WEINGUT ERNST POPP
Am Fuße des Iphöfer Kronsberges liegt das Weingut der Familie Popp in unmittelbarer Nähe zu den Weinbergen. Die Brüder Ernst und Johannes, beide Absolventen der Hochschule Geisenheim, teilen sich die Arbeit mit viel Leidenschaft und Hingabe. Die Natur zu beobachten und zu erforschen, zu erahnen und abzuwarten, dies liegt Ernst im Blut. Johannes, der Allrounder, kümmert sich um die kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Belange. Sein Steckenpferd sind die Rotweine, mit großer Leidenschaft widmet er sich Spätburgunder, Frühburgunder und Domina. Unterstützung erhalten die Brüder von ihren Frauen, die viele Dinge organisieren und die Verkostungen durchführen. Mutter Maria ist die gute Seele des Hauses. Der Ab-Hof-Verkauf liegt in ihren Händen. Ein gutes und erfahrenes Team unterstützt Familie Popp bei den täglichen Arbeiten auf dem Weingut. Rund 35 Hektar Rebfläche bewirtschaftet die Winzerfamilie auf den Keuperböden in Iphöfer und Rödelseer Lagen. Dabei spielt der Silvaner mit einem Anteil von 45 Prozent eine sehr wichtige Rolle. Aber auch Burgunder, Riesling und Scheurebe glänzen immer wieder bei Verkostungen und Wettbewerben.
BAYERISCHER STAATSEHRENPREIS 2025 KATEGORIE: ÜBER 50 HEKTAR
WEINGUT JULIUSSPITAL WÜRZBURG
Das Juliusspital – Silvaner.Heimat.Liebe. Seit 1576 gehört der Wein zur Identität des Juliusspitals. Über 100 Kilometer Luftlinie und über ganz Wein-Franken erstrecken sich die Weinberge. Voller Stolz, aber auch mit Demut werden fränkische Ikonen wie der Würzburger Stein, Escherndorfer Lump, Iphöfer Julius-Echter-Berg oder der Randersackerer Pfülben gepflegt. Besondere Flecken Heimat! Die Weine des Juliusspitals tragen aber nicht nur die DNA ihrer Herkunft, sie sind vielmehr Botschafter einer Haltung. Mutig, aber besonnen, respektvoll und doch individuell. Eben auch treffende Eigenschaften für die Menschen hinter der Lagenvielfalt, den beeindruckenden historischen Mauern und der scheinbar unendlichen Tradition. Die Teammitglieder nehmen den gemeinsamen Auftrag persönlich. Sie hören der Natur zu, kümmern sich ganz kontrolliert reduziert um jedes Fass und lassen ihre Weine Geschichten erzählen. Sie sind das Team J. Tradition bedeutet im Juliusspital, die berühmte Flamme weiterzutragen. Das spürt man, beim Besuch in der neuen Vinothek oder auf dem Weg von der Traube zum Wein während einer Weingutsführung. Das schmeckt man, bei jedem Glas Silvaner.

