BMLEH fördert alternative Antriebe in der Landwirtschaft mit 72 Millionen Euro
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank die Markteinführung innovativer, alternativer Antriebssysteme in der Agrarwirtschaft. Für die kommenden drei Jahre stehen dafür rund 72 Millionen Euro aus dem Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank bereit. Das Programm startet am 20. Mai 2026.
Gefördert werden mobile Maschinen mit batterieelektrischem Antrieb oder zur Nutzung erneuerbarer Biokraftstoffe wie Biodiesel, Pflanzenöle oder Biomethan. Dazu zählen unter anderem autonome Feldroboter, Geräteträger oder Multifunktionsmaschinen für Sonderkulturen sowie — in Kombination mit dem Maschinenkauf — die notwendige Lade- und Tankinfrastruktur auf dem Hof. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Betrieben im Bereich der Sonderkulturen. Gerade dort stehen viele Betriebe wegen des steigenden Mindestlohns unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Innovative Technik kann helfen, Arbeitsprozesse zu erleichtern, Betriebe zu entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zugleich unterstützt die Förderung den Einstieg in klimafreundlichere Antriebslösungen in der landwirtschaftlichen Praxis.
Unterstützt werden Betriebe, landwirtschaftliche Lohnunternehmen, gewerbliche Maschinenringe und entsprechende Maschinengemeinschaften über zinsgünstige Darlehen.
Die Richtlinie stärkt gezielt die Nachfrage nach innovativen, alternativen Antriebstechnologien in der landwirtschaftlichen Praxis. Anders als Programme, die stärker auf Forschung, Entwicklung oder Start-ups ausgerichtet sind, unterstützt sie landwirtschaftliche Unternehmen beim Kauf innovativer Technik. Ziel ist es, alternative Antriebssysteme schneller in den Markt zu bringen und ihre Anwendung in der Praxis zu beschleunigen. Als alternative Antriebssysteme gelten im Rahmen der Richtlinie insbesondere batterieelektrisch angetriebene Maschinen sowie Maschinen, die erneuerbare Biokraftstoffe nutzen, etwa Biodiesel, Pflanzenöle oder Biomethan.
Die Förderung erfolgt über zinsgünstige Darlehen im etablierten Hausbankenverfahren der Landwirtschaftlichen Rentenbank mit einer Laufzeit von drei bis maximal zehn Jahren. Bei Infrastrukturvorhaben sind Laufzeiten von bis zu 15 Jahren möglich. Der Darlehensbetrag muss mindestens 25.000 Euro betragen und kann bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben abdecken. Der Höchstbetrag liegt bei 1 Million Euro je Antragsteller.
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Quelle: Pressemeldung BMLEH, 06.05.2026

